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Thema des Monats: Die psychisch mentale ICH-Grenze

Jedes Individuum hat eine eigene psychisch mentale ICH-Grenze und kann seine Grenze durch ein gezieltes Training selber gestalten und verändern. Ein ausgeprägtes Grenzgefühl schützt uns vor unerwarteten, unerwünschten Bildern und Ereignissen und gleichzeitig kann es kraftgebende wohltuende Elemente zulassen.

Die mentale ICH-Grenze ist in unseren täglichen Beziehungen, Begegnungen und Umgang mit unseren Familienmitgliedern, Arbeitskollegen, Klienten und Patienten von grosser Bedeutung. Es entstehen verschiedene Perspektiven, die wir während diesen Begegnungen einnehmen können. Um diese Perspektiven sichtbar zu machen, wurde ein Aufmerksamkeitsmodell entwickelt, das uns ermöglicht, Einsicht in die verschiedenen zwischenmenschlichen mentalen Zustände zu bekommen.

Die Unterscheidungsfähigkeit zwischen diesen Begegnungen hilft uns, einen bewussten interpersonellen Umgang mit unseren Mitmenschen aufzubauen.

Die mentale ICH-Grenze spielt eine bedeutende Rolle bei Depressionen, Burnout, Ängsten, Hochsensibilität, Persönlichkeitsstörungen, Erschöpfungszuständen und Mobbing. Ebenfalls können durch ein ausgeprägtes Grenzbewusstsein Konfliktsituationen am Arbeitsplatz reduziert oder sogar vermieden werden.

Gemäss neuesten Forschungsergebnissen führt ein verbessertes Ich-Grenzbewusstsein zu einer erhöhten Achtsamkeit, Mitgefühl und Empathie.

Thema des Monats:

Das Boundary Based Awareness Modell - ein Aufmerksamkeitsmodell, das auf ICH-Grenzen basiert

Seit vielen Jahren wird am Forschungszentrum Centre for Applied Boundary Studies im Basel unter der Leitung von Dr. med. Nick Blaser (Gründer und Leiter des Zentrums, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie), die Wichtigkeit einer mentalen ICH-Grenze und das Thema Grenzdynamiken erforscht. Gemäss diesem Modell gibt es drei mentalen Räume wo wir uns mit unserer Aufmerksamkeit aufhalten können:

⇒ Unser eigener psychisch-mentaler Innenraum,
⇒ der psychisch-mentale Innenraum eines Mitmenschen
⇒ und der Raum dazwischen, der interpersonelle Raum

Zwischen diesen drei Räumen können wir uns mit unserer Aufmerksamkeit bewegen, wir können unseren eigenen Raum verlassen und uns in dem zwischenmenschlichen Raum oder in dem Innenraum eines Mitmenschen aufhalten. Wir können uns bewegen und dabei die Blickrichtung verändern. Die Art und Weise wie wir uns zwischen diesen drei Räumen mit der Aufmerksamkeit bewegen und unseren Blickwinkel verändern können, bestimmt wahrscheinlich unsere psychische Gesundheit.

Das Grenzenzeigen und die Entwicklung des Grenzbewusstseins spielt eine entscheidende Rolle überall da, wo es um Einzelpersonen, Paare oder Gruppen geht. Somit spielen diese Fähigkeiten in der Zusammenarbeit mit Ihren Teammitgliedern eine sehr wichtige Rolle. Bei den zwischenmenschlichen Kontakten geht es darum, sich bewusst zu sein, wie viel Raum jemandem zusteht, ob die Person sich im eigenen Innenraum wohl fühlt oder sich eingeengt und verloren fühlt, wie nah man eine andere Person an sich heran lässt oder die Person sogar in den eigenen Raum hineinlässt. Die Selbsterfahrung, die Sie mit Ihrer eigenen Grenze machen, zeigt Ihnen, wo Sie mehr Abgrenzung dringend benötigen, um unerwünschte, schädliche Grenzverletzungen zu vermeiden.

Die mentale ICH-Grenze spielt eine bedeutende Rolle bei Depressionen, Burnout, Ängsten, Hochsensibilität, Persönlichkeitsstörungen, Erschöpfungszuständen und Mobbing. Ebenfalls können durch ein ausgeprägtes Grenzbewusstsein Konfliktsituationen am Arbeitsplatz reduziert oder sogar vermieden werden.

Gemäss neuesten Forschungsergebnissen führt ein verbessertes Ich-Grenzbewusstsein zu einer erhöhten Achtsamkeit, Mitgefühl und Empathie.

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